Das Weltall fasziniert und ist dennoch bisweilen schwer vorstellbar. Mit virtuellen Raumflügen, wissenschaftlichen Simulationen und diversen Mitmach-Angeboten bringt die MINT „SpaceWeek“ von 9. bis 16. Oktober das Universum nach Rankweil und soll insbesondere bei jungen Menschen die Begeisterung für naturwissenschaftliche Bildung wecken.
Wie weit ist der Mond entfernt? Was sehen Astronaut:innen, wenn sie auf die Erde zurückblicken? Und wie helfen Satelliten dabei, unseren Planeten zu verstehen? Für Kinder und Jugendliche ist das Universum voller Fragen, doch seine Dimensionen entziehen sich der Alltagserfahrung. Auch im Unterricht ist es anspruchsvoll, Entfernungen, Bewegungen und Zusammenhänge im All anschaulich zu vermitteln.
An diesem Punkt kommt die „SpaceWeek“ ins Spiel. Sie übersetzt komplexe wissenschaftliche Inhalte in Erfahrungen, die sich beobachten, erproben und hinterfragen lassen. Moderne Technik dient dabei nicht als Selbstzweck. Sie eröffnet einen Zugang zu Themen, die auf Bildern oder in Schulbüchern oft abstrakt bleiben können. Aus Zuhören wird Mitmachen, aus einer Erklärung ein eigener Eindruck und aus einer ersten Frage vielleicht ein länger anhaltendes Interesse. Die Hauptattraktion, der „SpaceBuzz“, verdeutlicht diesen Ansatz. In dem einer Rakete nachempfundenen High-Tech-Lkw erleben die Teilnehmenden mit VR-Brillen und beweglichen Sitzen einen virtuellen Flug ins All. Der Blick aus der Umlaufbahn lenkt die Aufmerksamkeit zugleich zurück auf die Erde. Damit verbindet das Erlebnis Raumfahrt, Erdbeobachtung und die Auseinandersetzung mit der Verletzlichkeit unseres Lebensraumes.
Auch die weiteren Formate folgen diesem Gedanken. Im mobilen Planetarium werden wissenschaftliche Daten von Teleskopen, Satelliten und Raumsonden sichtbar. Eine interaktive Ausstellung zeigt, wie Weltraumforschung in den Alltag hineinwirkt, wie sie die Beobachtung der Erde ermöglicht und welchen Beitrag Österreich zur Raumfahrt leistet. Beim „Science Talk“ mit dem gebürtigen Rankler und nunmehr Leiter der Wissenschaftsvermittlung am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) Christian Bertsch geht es darum, wie Forschung im 21 Jahrhundert funktioniert und der direkte Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt wird.
Gerade der Herbst bietet hierfür reichlich Anlass: Die Ernte will verarbeitet werden, neue Obstbäume werden gepflanzt und Gartenbesitzer:innen bereiten ihre Grünflächen auf die kalte Jahreszeit vor. Der Verein begleitet diese arbeitsreiche Zeit mit fachlicher Beratung und einem vielfältigen Angebot, das praktische Unterstützung, Weiterbildung und gemeinschaftlichen Austausch verbindet. Damit trägt er dazu bei, Erfahrungen zu teilen und wertvolles Gartenwissen lebendig zu halten.
„Naturwissenschaftliche Bildung hilft jungen Menschen, technische Entwicklungen nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und kritisch zu beurteilen. Wer selbst experimentiert und Zusammenhänge versteht, erkennt Lösungswege und stärkt damit die eigene Handlungsfähigkeit. Die ‚SpaceWeek‘ möchte deshalb möglichst viele Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften begeistern und ihnen vermitteln, dass ihre Ideen Wirkung haben können und dass Wissenschaft nicht hinter verschlossen Türen stattfindet“, sagt Norbert Preg, Koordinator der „SpaceWeek“.
Die „SpaceWeek“ ist Teil der Arbeit der MINT-Region Vorderland/amKumma. Das regionale Netzwerk verbindet 15 Gemeinden mit Bildungseinrichtungen, Unternehmen und außerschulischen Lernorten. Unter dem Motto „Entdecken, Experimentieren, Erforschen“ schafft die Initiative praxisnahe Zugänge zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Angebote begleiten unterschiedliche Altersgruppen vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung. Besonderes Augenmerk gilt familienfreundlichen Formaten, Chancengleichheit sowie der Förderung von Mädchen und jungen Frauen. Die „SpaceWeek“ zeigt beispielhaft, wie diese Zusammenarbeit wissenschaftliche Themen aus Institutionen hinaus und mitten in die Region bringt.
MINT „SpaceWeek“9. bis 16. Oktober 2026Vollständiges Programm und Anmeldung unter mint-vk.at